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Es werden Posts vom Mai 16, 2010 angezeigt.

#BALLETT Gehupft wie gesprungen #John_Cranko

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Ein Fest für den #Zeffirelli des Balletts




Mit den Balletten des 1973 verstorbenen John Cranko hat Stuttgart das lebendigste Museum der Welt
Diese Gelegenheit wird wohl so schnell nicht wiederkommmen: Beim Stuttgarter Ballett-Festival 1997 zu Ehren John Crankos anläßlich seines 70. Geburtstages waren alle Handlungs-Ballette des großen, 1973 an Herzversagen verstorbenen Choreographen und so manch anderes Kleinod aus seinem Ideenfundus in einer furiosen Werkschau zu erleben. Crankos Choreographien sind bereits Teil der Ballett-Geschichte.

Reid Anderson (Foto:Günter Verdin)


Die unter dem ehemaligen Cranko-Tänzer und derzeitigen Ballettdirektor Reid Anderson runderneuerte Stuttgarter Kompanie hat an sechzehn Abenden mit einem unvorstellbaren Kraftaufwand und einer atemberaubenden Perfektion allerdings bewiesen, daß das Cranko-Museum das vitalste der Welt ist.
John Cranko war der Zeffirelli des Balletts: Ein detailgenauer, vielschichtiger, psychologisch einfühlsamer Erzähler, der die Größ…

So ein #Theater! #Rezensionen von #Günter_Verdin

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So ein Regen hat auch etwas Gutes: Der erste "Jedermann" dieses Sommers mußte ins Große Festspielhaus übersiedeln und tat dort neue Wirkung
Ein Mensch, nicht wie von Hofmannsthal konstruiert
Wer jemals an einem schwülen Sommertag eine "Jedermann"-Aufführung auf dem Platz vor dem Salzburger Dom erlebt und im Schweißbad durchlitten hat, der ist nicht undankbar, wenn, wie bei der Premiere am Samstag, Hofmannsthals "Spiel vom Sterben des reichen Mannes" wegen Schlechtwetters in das Große Festspielhaus verlegt wird. Man sehe und staune: Die Schwächen des Werks, aber auch die Stärken der Aufführung werden im geschlossenen Raum noch deutlicher.
Sprachlich täuscht das Stück vor, mittelalterlich und inhaltlich fromm zu sein. Die Inszenierung von Gernot Friedel, die bekanntlich vor allem das von Ernst Haeussermann in Reinhardt-Tradition erarbeitete Regie-Konzept verwaltet, gewinnt im Haus an Dichte. Auch die kritische Distanz der Regie zu Hofmannsthals Bigotterie…