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Es werden Posts vom September 3, 2010 angezeigt.

#TV.#RTL.Die neue #Supernanny: kuschelweich und peinlich

Zum Beginn der neuen Staffel von „Die Supernanny“ (RTL) am Mittwoch tobte sich die Fernseh-Pädagogin Katharina Saalfrank wieder oberflächlich familientherapeutisch aus und trieb die Emotionalisierung auf die Spitze. Da wurde gebrüllt, gewatscht und unflätigst geschimpft: die als typischer Prekariatsfall vorgeführte Familie S. mit der stark übergewichtigen, lethargischen und gerade dem Drogensumpf entkommenen Mutter, ihrem hilf- und arglosen Freund und zwei traumatisieren Buben bietet den idealen Nährboden für klischeebehaftete Vorurteile. Irgendwo in einer Ecke der Wohnung lehnt beobachtend Frau Saalfrank, in einer anderen lauern die Kameras, und die Regieanweisung:“Benehmt euch möglichst außerordentlich!“ steht im Raum. Am Ende der Sendung zerfließt die Mutter vor Liebe , bekommen die Söhne die nötige Zuwendung, und ist der Freund immer noch arg-und hilflos. Frau Saalfrank selbst hat nicht nur klärende Gespräche geführt, sondern auch heftig mitgekuschelt und ihre zu Tränen gerührte…

#TV.#Casting_Shows#Dieter_Bohlen.Jeder blamiere sich, wie er kann

Casting-Shows im Fernsehen finde ich prinzipiell genauso wenig aufregend wie Künstlern, die mit ihrem Werk nicht zurande kommen, beim „work in progress“ zuzuschauen. Deswegen reißt mich ja auch die VOX- Show „X Factor“ nicht wirklich vom Hocker, weil sie neben dem Vorsingen von bisweilen schrulligen Menschen in allen Altersklassen (die älteste Kandidatin war 85) auch die harte Arbeit in den sogenannten „bootcamps“ (eigentlich: Ausbildungslager für Rekruten) zeigt. Auch wenn wir auf vorzeigbare Ergebnisse wochenlang warten müssen und auch hier die Spannung mit menschlichen Selbst-Beileid-Kundgebungen („Ich hatte nie eine Chance!“) am Kochen gehalten werden soll, unterscheidet sich „X Factor“ von den vergleichbaren TV-Talentschauen: die Juroren Sarah Connor (Popstar), Till Brönner (Jazztrompeter) und George Glueck (Produzent) nehmen aktiv und konstruktiv an der Formung der Begabungen teil und verzichten auf menschenverachtende Kommentare . Und während die Glücklichen, die es in d…