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Es werden Posts vom April 2, 2011 angezeigt.

#GEDICHT: NACH #TSCHERNOBYL /Von #Günter_Verdin

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DIE RUINE VON TSCHERNOBYL








Anmerkung: Aus der Wahlrevue "Am Ende glaubt Ihr selbst noch dran", die ich für das Stuttgarter Schauspiel geschrieben habe und die 1986 im Kammertheater uraufgeführt wurde, stammt dieses Gedicht (nach Ingeborg Bachmann)




Schlaftrunken waltet der winddurchschossene Landmann/ im Hof und
Feld und Wald und Flur/ und weiß, dass er Rinder und Schweine sich hält/
Zu speisen den schäumenden Überfluß/ nicht achtend der Grenzen/
Die ohnedies offen für freies Geleit und den Handel./
Und scheinen dem Zornesblitz regnenden Landmann/
Liebesversprechen von Subvention reine Luft/ so weiß er: es litten die Länder wohl Hunger/
Gäbe es nur genug zu essen, und nicht IM ÜBERMASS!
Kein Störfall also, nur freie Marktwirtschaft./

Unerhört bleiben die Stimmen, die ausspein Verderben./
Frischschäumend flutet der bunte Bruder Landmann/ die Milch in den Milchsee und stapelt/ die Butter zu Bergen/ und bringt auch noch Fleischwüsten Zzum Blühen!/
Wär es Verschwendung: kein …