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Es werden Posts vom Mai 16, 2011 angezeigt.

#TV.Das rätselhafte Lächeln der #Nicole_Heesters

Douze points: wir kennen die Eigenwilligkeit der Franzosen, die nicht einmal bei der Abstimmung zum Eurovision Song Contest, wo alle Englisch reden, auf ihre Muttersprache verzichten. Umso verwunderlicher wäre es, dass in Paris plötzlich alle Deutsch sprechen, befänden wir uns nicht in einer luftig leichten Boulevardkomödie mit dem Titel „Ein Sommer in Paris“ (ZDF), wo manche dramaturgisch kaum plausible Konstruktion (und viel lustig gemeinter Leerlauf im Dialog) eine Liebesgeschichte à la „Pretty Woman“ (diesmal ist es aber eine hübsche Krankenschwester, die ihren Prinzen findet) in Bewegung hält.
Kein Mann auf dieser Erde kann so blöd sein, seiner langjährigen Freundin während eines romantischen Urlaubs in Paris just vor der Silhouette des Eiffelturms einen Ring zu schenken, ohne damit zu rechnen, dass sie verzückt „Jaaaa!“ schreit. Der junge Arzt in unserer Komödie will aber Karriere machen und nicht heiraten, worauf ihn seine Dauerverlobte Karla empört verlässt und ihren Liebe…

#LITERATUR. #Ernst_Jandls Besessenheit von Sprache

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„Keiner ist geladen, seine Geburt zu begrüßen, und wenig fordert mich nach 53 Jehren auf, mich zu meinem Leben zu beglückwünschen," schrieb der Wiener Dichter Ernst Jandl („Laut und Luise“, „Aus der Fremde“) im Jahr 1978. Als er 70 wurde – das war 1995 – sprach ich mit Ernst Jandl über die Zuneigung seiner Leser und die Anerkennung der Kritiker.
Jandl: „Ich bin für die immer wieder spürbare Liebe meiner Leser, meiner Zuhörer, meines Publikums überaus dankbar. Das Bewusstsein dieses Verhältnisses zu den Menschen bringt mich an die Grenze der Rührung. Dass keiner zu seinem Leben eine Einladung erhielt, die es ihm möglich gemacht hätte, sich zu entscheiden, ob er in diese Welt hineinwill oder nicht, das wissen wir alle, und in gewissen Momenten wird man sich dessen noch bewusst.
Stoische Ruhe habe ich nicnt gewonnen, denn ich bin ja immer noch in einem Bewegungsprozess als Schreibender, als Vortagender meiner eigenen Texte, nicht zuletzt als mein eigener Sekretär; von einem Sichz…